Standing Ovations bei der Premiere

Die ausverkaufte Premiere von „Hairspray“ wurde am Freitag in der Stadthalle vom Publikum gefeiert.
Die schrille Show überzeugte und begeisterte. Für die Vorstellungen heute (Samstag, 20 Uhr) und morgen (Sonntag, 15 und 20 Uhr) gibt es noch wenige Restkarten.

Eindrücke aus der Stadthalle Neuss, fotografiert von Hanne Brandt:

Penny Pingelton (Sophie Halbhuber) und Tracy Turnblad (Tamara Jäger) sind beste Freundinnen
Penny Pingelton (Sophie Halbhuber) und Tracy Turnblad (Tamara Jäger) träumen von Glanz und Glamour, während Mutter Edna Turnblad anderer Leute Wäsche bügelt
Tracy Turnblad (Tamara Jäger) erzählt ihren Eltern Edna (Marc-Oliver Teschke) und Wilbur (Sven Post) von ihrem großen Traum, ein Fernsehstar zu werden
Edna und Wilbur Turnblad (Marc-Oliver Teschke und Sven Post) sind nach vielen Ehejahren immer noch ein verliebtes Paar
Corny Collins (Nico Ramon Kleemann) ist der umschwärmte Star der nach ihm benannten Fernsehshow
Velma von Tussel (Lieselotte Kons) schmückt sich mit dem Glanz, ehemals die Krabbenkönigin von Baltimore gewesen zu sein
Tracy Turnblad (Tamara Jäger) hat es geschafft: Sie darf in der Corny Collins Show tanzen
Vordere Reihe (v.l.): Li`l Inez (Elza Amanuel) weiß noch nicht so ganz, was sie von Tracy (Tamara Jäger, rechts) halten soll, während Motomouth Maybelle (Mitte, Kyriaki Sismanidou) Teenager bereits in ihr Herz geschlossen hat.
Sänger Link Larkin (Nikolaus Kons) besucht Tracy Turnblad (Tamara Jäger) im Gefängnis
Penny (Sophie Halbhuber) und Seaweed (Vithushan Baskaran) haben sich ineinander verliebt.
Um gutes Aussehen und frisch gestyltes Haar geht es in der großen Show von Corny Collins, gespielt von Nico Ramon Kleemann
Link Larkin (Nikolaus Kons) und Tracy Turnblad (Tamara Jäger) in der Finalshow

Jetzt wird in der Stadthalle geprobt

Noch wenige Karten gibt es für die vier Hairspray-Aufführungen am kommenden Wochenende (3., 4. und zweimal 5. September).
Das Ensemble und die Band proben inzwischen auf der Bühne der Stadthalle. 

Die ursprünglich für das Globe-Theater gedachte Inszenierung wurde „in die Breite gezogen, das eröffnet viele neue Möglichkeiten“, sagt Regisseur Sven Post. Auch Choreografin Victoira Wohlleber ist glücklich mit der Situation: „Unsere Darstellerinnen und Darsteller haben jetzt mehr Platz zum Tanzen. Frontalbühnen sind für Musicals gut geeignet. Teilweise sind aus fünf Reihen zwei geworden, so können alle besser gesehen werden.“ Eddy Schulz als musikalischer Leiter findet: „Die Band ist durch den Umzug in die Stadthalle noch präsenter auf der Bühne positioniert als das in den letzten Jahren der Fall war. Die Akustik in der Stadthalle ist klasse. Die technische Herausforderung wird sein, ein wenig von der kuschelige Atmosphäre aus dem Globe Theater zu übertragen“.

Nach dem eher düster anmutenden Werk Alice 2019 war es den Machern der Musical-Wochen ein Anliegen, „wieder eine schrille und unterhaltsame Inszenierung zu machen“, so Sven Post. Dennoch sollte sie etwas Tiefgang haben, so viel die Wahl auf Hairspray. „Oberflächlich gesehen ist es eine quitschbunte Muiscal-Komödie“, so der Regisseur, „aber genau genommen behandelt das Stück Themen wie Body Shaming und Rassismus.“ 

Die Bühnenelemene führen von der Highschool über die Fernsehshow bis zum Waschsalon von Tracys Mama und wurden von der Neusser Künstlerinnen Lina und Claudia Ehrentraut gestaltet. 

Sven Post hat übrigens das reale Vorbild für die in Hairspray bedeutsame „Corny Colling Show“ recherchiert: Es ist die „Buddy Deane Show“, die 1957-1964 in Baltimore im Privatfernsehen lief. Hairspray-Autor John Waters war Fan dieser realen TV-Show und erlebte mit, wie sich Jugendliche jeglicher Hautfarbe verbündeten, um gemeinsam tanzen zu dürfen. Dieser Traum zerplatzte – wurde aber in seinem später geschriebenen Drehbuch wahr. „Hairspray“ kam 1988 in die Kinos, die Musicalversion erschien 2002 am Brodway.  

Sergio Abajur ist für die Outfits verantwortlich. Seine phantastischen Kostüme entführen in die Zeit der 1960er Jahre – entsprechend werden auch die Frisuren und das Makeup angepasst.

VORVERKAUF IST GESTARTET!

Seit heute (19. August) kann man „Hairspray“-Tickets kaufen! Dies gab das Leitungsteam am Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. 

Hairspray Neusser Musicalwochen - Pressefoto
(v.l.) hintere Reihe: Holger Müller (Musikschule), Lieselotte Kons (Darstellerin), Hans Ennen-Köffers (Alte Post), Dr. Volker Gärtner (Hauptsponsor: Jubiläumsstiftung der Sparkasse Neuss), Kyriaki Sismanidou (Darstellerin) sowie vorne sitzend Jannike Münstedt (Bandleitung und Musik-Assistenz), Sonja Klempert (Regie-Assistenz).

Beim Pressegespräch wurde deutlich, wie sehr sich alle Beteiligten nun auf die Aufführungen am 3., 4. und 5. September in der Stadthalle freuen. Hans Ennen-Köffers (am 19. August auf den Tag genau 30 Jahre bei der Alten Post beschäftigt) hob den Zusammenhalt im Ensemble hervor: „Bei den Proben spürt man eine unglaublich starke Energie.“ Diese zu halten, war aufgrund der vielen Verschiebungen unter Pandemiebedingungen gar nicht so einfach. Doch nun fühlen sich alle auf der Zielgeraden. Holger Müller hob als Leiter der Musikschule die Vernetzungen hervor, die es seit nunmehr 25 Jahren „Neusser Musicalwochen“ gibt. Viele Talente wurden hier entdeckt und bleiben der Neusser Kulturszene auf vielfältige Art und Weise erhalten. Diese zu fördern ist der Sparkasse Neuss ein wichtiges Anliegen, wie Vorstandsvorsitzender Dr. Volker Gärtner betonte. „Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Jubiläumsstiftung wären die Musicalwochen in der Form gar nicht durchführbar“, unterstrich Hans Ennen-Köffers.

Was die Besucherinnen und Besucher der Aufführungen erwartet, demonstrierten Lieselotte Kons („Velma von Tussel“) und Kyriaki Sismanidou („Motormouth Maybelle“) auf eindrucksvolle Weise mit ihren Solo-Darbietungen. Die von ihnen im Stück dargestellten Charaktere stehen für gegensätzliche Welten: Das „weiße“ Amerika auf der einen Seite, das an Rollenklischees und alten Vorstellungen festhält – das „bunte“ Amerika auf der anderen Seite, aufgeschlossen und frei von Vorurteilen.

Es ist aufregend, das Stück auf der großen Stadthallenbühne (statt wie gewohnt im kuscheligen Globe-Theater) aufzuführen, unterstrichen Regie-Assistentin Sonja Klempert und Musik-Assistentin Jannike Münstedt. Spielszenen, Choreographien und Bühnenelemente wurden entsprechend angepasst. So heißt es am 3. September um 20 Uhr endlich „Bühne frei für Hairspay“.

Hairspray – vom 3.-5.09.2021 in der Stadthalle Neuss

Hairspray – das Broadway-Musical

Buch von Marc O’Donnel, Thomas Meehan
Musik von Marc Shaiman
Liedtexte von Scott Wittman, Marc Shaiman

Basierend auf dem New Line Cinema Film, Drehbuch und Regie: John Waters

Vorstellungen in der Stadthalle Neuss

Premiere:
03.09., 20 Uhr
Weitere Termine:
04.09., 20 Uhr
05.09., 15 und 20 Uhr

Ein Stück gegen jegliche Diskriminierung und für mehr Toleranz- Ein korpulentes Mädchen erfüllt sich gegen alle Widerstände einen großen Traum: Das klingt wie eine charmante Teenager-Komödie. HAIRSPRAY hat jedoch mehr zu bieten als Humor und schrille Figuren mit hochtoupierten Haaren. Das Musical zeigt auch einen Blick auf ein Amerika, in dem Rassendiskriminierung Alltag war. Mit Mitteln der Musik gewinnen die Teenager den Kampf um Gleichberechtigung. Angesichts der aktuellen Haltung auch in unserem Land erscheint dies utopisch, zeigt aber auch, wie zeitgemäß das Musical noch immer ist.

Das Neusser Kreativ-Team

Regie: Sven Post
Musikalische Leitung/Vocal Coach: Eddy Schulz
Choreografie: Victoria Wohlleber
Kostüm/Maske: Sergio Abajur
Bühne: Lina Ehrentraut, Claudia Ehrentraut
Regieassistenz: Sonja Klempert
Musikalische Assistenz/Bandleitung: Jannike Münstedt
Choreografieassistenz: Frida Stach, Natalia Stellmach

DarstellerInnen

Tracy Turnblad: Tamara Jäger, Antonia Krapp
Edna Turnblad: Marc-Oliver Teschke
Wilbur Turnblad: Sven Post
Penny Pingelton: Sophie Halbhuber
Prudy Pingelton: Viviane Albert
Amber von Tussel: Natalia Stellmach
Velma von Tussel: Lieselotte Kons
Corny Collins: Nico Ramon Kleemann
Corny Collins: Jón Kleinehanding
Link Larkin: Nikolaus Kons
Motormouth Maybelle: Kyriaki Sismanidou
Seaweed: Vithurshan Baskaran
Seaweed: Yusuf Ince
Spritzer: Frank Gärtner
Mr. Pinky: Hans Ennen-Köffers
Direktorin: Fadime Arslanmirza
Li`l Inez: Elza Amanuel
Cindy Watkins: Finia Hamann
Gilbert: Renushan Ranganathan
Duane: Theivagaran Srikanthan
Kandidation: Zoe Beyschmidt
Lynne: Mayra Baumgardt
Tammy: Emily Weiner
Sandra: Frida Stach
Brenda: Sonja Klempert
Sketch: Kyriaki Sismanidou
Shelley: Diana Hartwig
IQ: Svenja Kothen
Lou Ann: Yola Kirsten
Swing: Yusuf Ince

Backingchor

Sopran: Daria Azadi, Dorina Joch
Alt: Kati Mühlenbein, Lena Joy Gitzinger
Tenor: Oskar Willen, Jón Kleinehanding

Band

Trompete: Lucas Jansen
Altsaxophon: Ina Neuschl
Tenorsaxophon: Christoph Stienen
Posaune: Alina Loy
Keyboard: Florian Heuvelmann
Gitarre: Jonas Salamon
Bass: Tim Heins
Drums: Adrian Benten

„Hairspray“ hat am 3. September Premiere!

Intensive Probenphase bei den Neusser Musicalwochen

Schrill wird es Anfang September auf der Bühne: Endlich hat das Musical „Hairspray“ Premiere! Pandemiebedingt wurden die Aufführungen zweimal verschoben. Jetzt kann das Publikum endlich die temporeiche neueste Produktion der „Neusser Musicalwochen“ erleben. Die Frage ist nur noch: wo?

Das Publikum wird ins US-amerikanische Baltimore der 1960er Jahre entführt. Dort träumt die Teenagerin Tracy Turnblad von einem Auftritt in ihrer Lieblings-Fernsehshow. Ihr tänzerisches Talent ist groß – aber optisch entspricht sie nicht dem Schönheitsideal. Selbstbewusst und kämpferisch sprengt sie das Korsett dieser Normen und öffnet damit auch gleich ihren afro-amerikanischen Freundinnen und Freundinnen die Tür zur TV-Talente-Sendung.

Rassentrennung, Diskriminierung, Kampf um Gleichberechtigung – das Stück beamt uns 60 Jahre zurück und ist doch zugleich hochaktuell. Optisch zeigt es uns die wilden Sixties mit entsprechenden Anzügen, Kleidern und wilden Hochschlagfrisuren. Auch musikalisch ist die Aufführung – mit viel Drive und schwindelerregenden Choreographien – eine mitreißende Zeitreise. Das große Ensemble, die Band, der Chor – alle fiebern der Premiere und den darauf folgenden Auftritten entgegen.

Die nunmehr zwei Jahre dauernde Probenarbeit verlangte dem gesamten Team eine Menge ab. Immer wieder gab es Unterbrechungen. Die Termine fanden größtenteils online oder – mit ganz viel Abstand – unter freiem Himmel statt. Aktuell probt das Ensemble im RomaNEum und in der Alten Post. Die Musicalwochen sind 1995 aus der Kooperation der beiden Institute (Musikschule und Kulturforum) entstanden und haben bisher 21 gefeierte Produktionen hervorgebracht, zuletzt „Alice“ 2019. Lohn für die Darstellenden – die zuvor ein Casting durchlaufen haben – ist die Ausbildung, die sie während der Erarbeitung des Stückes erfahren. Nun können die jungen Talente in „Hairspray“ ihre Begeisterung für Gesang, Musik, Tanz und Schauspiel versprühen. Während der Proben werden alle aktuellen Hygienevorschriften strengstens eingehalten. Diesen großen Aufwand nehmen die Beteiligten gerne in Kauf, denn sie wollen das Stück endlich auf die Bühne bringen und die Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern.

Liebe Leserin, lieber Leser: Was fehlt in diesem Bericht? Genau. Der Veranstaltungsort! Und der wird an dieser Stelle auch noch nicht verraten! Bitte verfolgen Sie weiterhin die Berichterstattung in der Presse und auf unserer Website und erfahren Sie mehr über Ort, Aufführungstermine und den Ticket-Verkauf. Bleiben Sie gespannt…

Ja – die Proben gehen weiter!

Nach einer Pause zum Jahreswechsel sind die „Hairspray“-Darstellenden jetzt wieder fleißig und treffen sich an den Wochenenden online mit Choreografin Vica Wohlleber. Tänze und Bewegungsabfolgen sollen schließlich nicht einrosten und abrufbar sein, wenn das Musical aufgeführt werden kann…

„Hairspray“ kommt im April

Neusser Musicalwochen im Globe-Theater verschoben

Die für September 2020 geplante Premiere des Musicals „Hairspray“ ist auf April 2021 verschoben worden.

„Eine so große Produktion lässt sich unter den aktuellen Bedingungen nicht aufführen“, sagt Regisseur Sven Post. Und schließlich sollen sich im Globe-Theater alle sicher fühlen: Das Publikum, das große Ensemble, der Chor, die Band… Und so hoffen alle Beteiligten auf den kommenden Frühling und proben unbeirrt und fleißig weiter.

Bereits seit Jahresanfang wird an den Chreographien und Szenen gefeilt. Das Ensemble traf sich wochenlang online zu den Text- und Gesangsproben. Sogar die in den Sommerferien üblichen täglichen Trainings wurden komplett durchgeführt.

Die Macher zeigten sich kreativ und passten die Probensituationen den Corona-Bedingungen an. So wurden die Tanzszenen etwa auf einem Düsseldorfer Sportplatz mit meterweitem Abstand unter freiem Himmel geübt. Auch vielstündige Proben in den Räumen der Alten Post gab es – natürlich mit Abstand und Mundmaske.

„Hairspray“-Ensemble zu den Choreo-Proben auf den Sportplatz ausgewichen. Foto: B. Wilms

Das Ergebnis könnte sich schon jetzt sehen lassen. Aber die Fans der Neusser Musicalwochen müssen sich noch in Geduld üben. Hairspray – eine bunte, schrille, schnelle und zugleich thematisch hochaktuelle Reise nach Baltimore in den Sixties – passt auch wunderbar ins kommende Frühjahr.

Übrigens kann die Band noch Verstärkung gebrauchen. Gesucht werden Musikerinnen und Musiker die Klavier, Keyboard, E-Gitarre oder Cello spielen können. Wer Interesse hat, kann sich bei der Musikschule der Stadt Neuss oder beim Kulturforum Alte Post melden. Beide Institutionen stellen die Musicalwochen seit vielen Jahren als Gemeinschaftsproduktion auf die Bühne.

Online-Proben bei den Neusser Musicalwochen

Das „Hairspray“-Ensemble bleibt hoch motiviert

„Hairspray“ – das ist ein Musical gegen Ausgrenzung, Unterdrückung,  Rassismus und Doppelmoral. Im US-amerikanischen Baltimore der 1960er Jahre treffen Schwarz und Weiß, Korpulent und Schlank, Rollenklischee und Emanzipation aufeinander. In einer quietschbunten Show mit viel Musik, Tanz und spritzigen Dialogen geht es in der neuen  Produktion der Neusser  Musicalwochen also um Themen, die damals wie heute aktuell sind und auf die Bühne gehören.

Regisseur Sven Post (unten Mitte) ist hier mit einem Teil des „Hairspray“-Ensembles zu sehen. Geprobt wird online – mit viel Fleiß, Improvisationstalent und Hoffnung auf tolle Aufführungen im September./Foto: E. Schulz

Aktuell ist aber leider auch die Tatsache, dass ein Ensemble nicht unter Normalbedingungen proben darf. Dies bremst die Hairspray-Crew jedoch nicht aus.  Regisseur Sven Post, der musikalische Leiter Edwin Schulz und Choreografin Vica Wohlleber „treffen“ alle Darstellerinnen und Darsteller jeden Samstag gemeinsam online. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Einzelproben, damit beim großen Tag der Premiere nicht nur die Frisur sitzt. „Das Proben online ist nicht ideal, aber es funktioniert erstaunlich gut. Mir gefällt dabei, dass ich mein Augenmerk noch präziser auf die Texte und die Präsentationsart legen kann“, sagt Regisseur Sven Post. 

Nach dem Casting hat es von Januar bis Mitte März einige „Hairspray“-Proben live in der Alten Post oder in der Musikschule gegeben. Die Rollen und Aufgaben waren also schon vor dem Beginn der Corona-Krise verteilt. Seitdem erlaubt sich das Ensemble keine „Durchhänger“. Nach der Devise „jetzt erst recht“ sind die Darstellerinnen und Darsteller bei der Sache, sie üben diszipliniert zu Hause ihre Texte, Songs und Tänze. „Wir haben technisch super Möglichkeiten, man muss jetzt einfach gucken, dass man schon so viel wie möglich vorbereitet. Wir haben Noten rumgeschickt, wir arbeiten sehr viel mit Videos, trainieren die Chorstimmen über eine App und halten uns in guter Gewohnheit auch online mit Einsing-Übungen fit“, erzählt Edwin Schulz als musikalischer Leiter. „Es ist eben eine Ausnahmesituation“, beschreibt die Choreografin Vica Wohlleber, „das ist sehr neu, aber ich bin erstaunt, wie gut alles voran geht. Im Ensemble spüre ich eine gute Stimmung, die überträgt sich auf mich. Bei den Choreografien kann ich zwar online wenig korrigieren – aber das gute Gefühl kommt trotzdem rüber und ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen.“

Im Blick haben die „Hairspray“-Macher dabei natürlich die geplante Premiere und weitere Aufführungen, die im September 2020 im Globe-Theater stattfinden sollen. Alle setzen darauf, dass sie „Ihre“ Produktion tatsächlich im Globe zeigen können. Und bis dahin wird – keine Frage – fleißig und konsequent weitergeprobt.  „Wir bleiben so auf Zack“, findet Nikolaus Kons, der die Rolle des „Link Larkin“ spielt. Tamara Jäger als „Tracy Turnblad“ findet es ebenfalls „gut, am Ball zu bleiben“ und Vithu Baskaran alias „Seaweed“ glaubt, „dass wir hier gerade eine Art Wunder schaffen,  denn alle zusammen sind wir stark“. 

Der Regisseur sieht bislang keinen Anlass, seinen Probenplan zu ändern. Das bedeutet: Das rund 40köpfige Ensemble inklusive Leitungsteam plus Band arbeitet bis September wöchentlich und in den Ferien durchgehend weiter an dem Traum, das Publikum im September mit Hairspray zu begeistern.

Hairspray – So war das Casting-Wochenende

Die Musicalwochen 2020 bringen „Hairspray“ ins Neusser Globe. 33 Kandiatinnen und Kandidaten haben am 8./9. Februar am Casting teilgenommen – und es waren viele erfolgversprechende Talente dabei.

Einen Beitrag darüber, ausgestrahlt in der Aktuellen Stunde, Lokalzeit Düsseldorf am 11. Februar 2020, kann man sich hier in der WDR-Mediathek anschauen: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video-lokalzeit-aus-duesseldorf—478.html

Jungs können sich noch bewerben

Sven Post (Regisseur) und Edwin Schulz (musikalischer Leiter) blicken zuversichtlich auf die kommenden Probenmonate. Die Rollenverteilungen werden in den nächsten Wochen festgelegt. Übrigens: Einige männliche Darsteller könnte die Produktion noch gebrauchen. Also hier ein Aufruf an die Jungs: Wer sich gerne bewegt und tanzt, kann sich gerne noch nachbewerben. Bei „Hairspray“ werden ausdrücklich auch Leute gesucht, die optisch von der „Norm“ abweichen dürfen.

Eindruck vom Hairspray-Casting-Wochenende